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Die TuS Wiescherhöfen Story

Aus der Vereinsgeschichte – Vom BSV Wacker zum TuS

93 Jahre Fußballsport im Ortsteil Hamm-Wiescherhöfen 93 Jahre Turn- und Spielverein Wiescherhöfen. Zwei Mitgründer des TuS Wiescherhöfen sind unser Ernst Lendorf und unser Heinrich Schnettker. Diese beiden haben uns erzählt, wie es damals war und wie sie mit anderen Kameraden den TuS Wiescherhöfen ins Leben gerufen haben

 Ja, das war so ...

Wir waren damals eben der Schule entwachsen. In den größeren Städten, so auch in Hamm, gab es Fußballmannschaften. Wir hatten uns zu mehreren Jungens schon oft ein Fußballspiel in Hamm angesehen und Spaß an der Sache bekommen. So entschlossen wir uns dann, gemeinsam für einen Fußball zu sparen. Zuerst waren wir nur wenige, die sich für die Sache begeisterten, aber als dann mal erst ein richtiger Fußball da war, fanden sich noch mehrere Jungens ein. So konnten wir bald eine richtige Mannschaft aufstellen. Nachdem der Schulhof nicht mehr genügte, gingen wir auf eine der umliegenden Weiden und spielten unseren Fußball. So spielten wir oft auch auf der Krämer´schen Wiese, dem jetzigen Marktplatz. Oft gab es Streit mit den Besitzern dieser Weiden, die keinen Sinn für unseren Fußballsport hatten und sich daher die Weiden nicht ertreten lassen wollten. Das änderte sich aber bald, denn wir durften im Sundern eine Wiese benutzen. Hier trugen wir auch unser erstes Wettspiel aus gegen ein Mannschaft aus Herringen. Wir spielten zum erstenmal mit einer geschlossenen Mannschaft, die dann später die erste Wiescherhöfener Mannschaft wurde und aus nachstehenden Spielern bestand:   

O. Sokolowski, Th. Pampe, H. Pampe,

F. Schnettker, v. Glinski, E. Lendorf, H. Schnettker

H. Lendorf, K. Lendorf, R. Glebe, R. Gogolla

Am 10. Juni 1910 gründeten wir stolz den Sport-Club Wiescherhöfen. Mit den Leuten dieser Mannschaft wurden später noch mehrere Wettspiele ausgetragen, so u. a. Bor. Hamm, dem heutigen Germania Hamm. Mit der erhöhten Spieltätigkeit stieg auch des Interesse der älteren Leute. So kam mein Bruder Heinrich auf den Gedanken, einen ordentlichen Verein ins Leben zu rufen, der auch noch außen hin seine Bedeutung hatte und als Verein angesehen wurde. Alle Interessenten wurden zu einer Versammlung eingeladen. Sie fand im Lokal Hiltrup (später Düsing) statt. So entstand dann der Fußballklub BSV Wacker Wiescherhöfen mit seinem Vorsitzenden Heinrich Lendorf.Trotz der damals allgemeinen Abneigung gegenüber dem Fußballsport hatten wir in unserer kleinen Gemeinde einen Interessentenkreis von 52 Mitgliedern. Jetzt wurde auch ein ordentlicher Fußballplatz geschaffen, wenn er auch in seiner damaligen Gestaltung reichlich primitiv war, so aber doch ein Platz mit zwei Toren, der jederzeit von der Mannschaft benutzt werden konnte. Weiterhin bekam dann auch die Mannschaft ihre erste Kluft in den Farben blau und schwarz, die sie von 1910-1919 trug.

Ebenso begannen jetzt die Wettspiele mit auswärtigen Vereinen. Im Sommer des Jahres 1914 sollten sogar bei dem  Ballspielverein Wacker Wiescherhöfen die ersten Vereinsmeisterschaften ausgetragen werden. Hierzu hatte man schon die Urkunden und andere Auszeichnungen beschafft. Da begann der erste Weltkrieg und die Vorbereitungen zu den Vereinsmeisterschaften mussten abgebrochen werden. Durch die Einberufung einiger Spieler wurde auch der Spielbetrieb eingestellt. Der Krieg forderte innerhalb des Vereins seine Opfer, darunter 3 Spieler der Mannschaft.

 Aufschwung unter Paul Klug

Im Jahre 1919 wurde der Spielbetrieb des BSV Wacker Wiescherhöfen unter dem neuen Namen Spielverein Wiescherhöfen wieder aufgenommen. Ab 1921 nahm der Verein unter dem Vorsitz von Paul Klug einen großen Aufschwung. So wurde er aufgrund seiner Leistungen in die Klasse C eingereiht und konnte sich mit Mannschaften aus Hamm und Umgebung, die der gleichen Klasse angehörten, messen. Weiterhin wurde ein neuer Sportplatz gebaut, der am 31. Juli 1921 eingeweiht wurde. Er lag an der heutigen Bundesstraße in der Nähe des Wiescherbachs. Zu Einweihung spielte die 1. Mannschaft gegen BV 09 Hamm.Der Mannschaft des Spielvereins Wiescherhöfen gehörten von 1921-1923 folgende Spieler an:

H. Haber, J .Knorr, K. Bräckelmann, A. Westermann, Joh Flissek

Alb. Westermann E. Lendorf, H. Sokolowski

B. Robatschewski, H. Pütz, E. Erhard

(Kluft von 1919-1925: blau-gelb)

Mit dieser Mannschaft wurde im Jahre 1923 die Meisterschaft der C-Klasse errungen und der Aufstieg zur B-Klasse ( der heutigen Bezirksklasse) erreicht. In der neuen Klasse spielten u. a. VfK Werne, Kamen , Bergkamen, Oberaden, Niederaden, BV 09 Hamm.

Der Sportlerkreis wurde nach diesem schönen Erfolg immer größer. Auch eine Jugendabteilung konnte ins Leben gerufen werden, deren Betreuung H. Möller übernommen hatte. Die Jugendmannschaft schlug sich prächtig und errang in der Westfalenklasse den II. Platz nach einem knapp verlorenen Ausscheidungsspiel.

Der Sportlerkreis wurde nach diesem schönen Erfolg immer größer. Auch eine Jugendabteilung konnte ins Leben gerufen werden, deren Betreuung H. Möller übernommen hatte. Die Jugendmannschaft schlug sich prächtig und errang in der Westfalenklasse den II. Platz nach einem knapp verlorenen Ausscheidungsspiel.

Unter  dem Vorsitz von A. Sauer bekam der Verein 1927 den Sportplatz  gegenüber der Gastwirtschaft Berkemann.  Diese Wirtschaft wurde auch Vereinslokal. Groß war die Freude und Anteilnahme, als der Sportplatz eingeweiht wurde. Eine Mannschaft der Alten Herren machte vor der 1. Mannschaft das Einweihungsspiel.

Im Jahre 1927 spielte  die nachfolgende 1. Mannschaft in den Farben grün-weiß für unseren Verein:

Krämer, St. Kastner, A. Tischbier, A. Westermann

M. Schwab, K. Wenzel, W. Ludwig, G. Kastner

H. Möller, Th. Kastner, F. Westermann

(Kluft von 1925-1929: grün-weiß)

Das Jahr 1930 brachte dem Verein dann einen schweren Schlag, als die Arbeitersportvereine in Leben gerufen wurden. Viele Kameraden schlossen sich diesen Vereinen an und andere gingen zu Vereinen der Umgebung. Der Spielbetrieb musste  leider eingestellt werden. Erst nach Auflösung der Arbeitersportvereine im Jahr 1933 fanden sich unsere Wiescherhöfener Sportfreunde wieder zusammen und riefen den alten Verein wieder in Leben, der jetzt den Namen erhielt

 Sport-Club 33 Wiescherhöfen.

Die folgenden Jahre brachten für den Verein durch gute Kameradschaft und sportlichen Geist manch schöne Erfolge. So konnte die erste Mannschaft im Jahre 1935 einen weiteren Aufstieg erzwingen und  in die nächsthöhere 2. Kreisklasse aufsteigen. Die Mannschaft:

H. Hartmann, Heinertz, Herla, J. Hartmann

A. Matzek, F. Kastner, Bartels, K. Matzek

L. Kastner, Paulitsch

(Kluft von 1929-1945: schwarz-weiß)

Angespornt durch diesen Aufstieg, durch eisernes Training und beste Kameradschaft gelang es der ersten Mannschaft, auch in diesem Jahr in der Klasse Meister zu werden und dadurch nach der Spielzeit 1935/36 zur 1.Kreisklasse aufzusteigen. Auch diese Mannschaft wollen wir unseren Freunden und Mitgliedern nicht vorenthalten.

H. Hartmann, J. Hartmann, P. Herla, E. Genatowski

E. Prizibilla, A. Matzek, F. Kastner, K. Matzek

E. Becker, S. Muschinski, H. Bergmann

In dieser Klasse zu verbleiben und vielleicht noch weitere Erfolge zu erringen, war das Bestreben der Mannschaft und des Vereins.

Unter Aufbietung aller Kräfte der Mitglieder und Spieler, unseres Vorsitzenden H. Kastilan und Obmanns H. Falkowki wurde in den Jahren 1935/36 von der Zeche Heinrich-Robert der neue Sportplatz an der Bundesstraße/Ecke Weetfelder Straße gebaut und im September 1936 unter Mitwirkung der Bergkapelle eingeweiht. In Vertretung von Bergwerksdirektor Schmidt hielt Dr. Kugel die Einweihungsansprache und gab auch den Anstoß zum ersten Spiel, dass der Sportverein Bönen gegen unsere 1. Mannschaft mit 3:2 gewann.

1939 aber griff mit Beginn des Krieges das Schicksal wieder hart in das Gefüge des Vereins. Viele Spieler und Mitglieder wurden eingezogen. Wenn auch zu Anfang des Krieges der Spielbetrieb noch mit Mühe und Not aufrechterhalten werden konnte, so kam er doch durch die Gewalt der Ereignisse im Jahre 1942 zu Erliegen.

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